Wanderung durch Kingstown und Abschied auf Barbados

Die letzte uns noch unbekannte Insel war dann St. Vincent, bevor es von Barbados wieder nach Hause ins kalte Deutschland gehen sollte…

Wenn der Wecker um 8.00 Uhr morgens klingelte und der Tag für uns begann, herrschte oft schon ein reges Treiben auf dem Schiff. Doch wenigstens einmal wollten wir zu jenen Frühaufstehern gehören, die sich das Spektakel des Einlaufens anschauten.

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Festknoten am Pier:

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Da zu dieser frühen Morgenstunde noch nicht ganz so viele Leute unterwegs waren, nutzten wir die Gelegenheit, um ein paar Fotos von unserem wunderschönen Schiff zu machen.
Schiffsrundgang:

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Das Bella Vista, eines der drei großen Buffetrestaurantes:

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Der Außenbereich der Weiten Welt und zumeist unser bevorzugter Speiseplatz (in Deutschland wird es wohl noch ein paar Monate dauern bis man wieder draußen essen kann – wieso also drinnen sitzen?):

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Die letzte Runde Körbe werfen:

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Der Italiener, bei dem man sich tagsüber an einer guten Auswahl Pizzastückchen bedienen und abends sogar seine eigene Wunschpizza zusammenstellen konnte:

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Eine der vielen Bars:

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Das Theatrium:

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Auf den Sesseln haben wir z. B. den Superbowl geschaut:

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Das Poolareal:

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Es gibt definitiv schlechtere Aussichten in einem Fitnessstudio:

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Obwohl wir an diesem Tage schon ziemlich früh wach waren, schafften wir es wegen des Schiffsrundgangs nicht früher als sonst vom Schiff, was auch nicht so schlimm war, denn wir hatten uns für diesen Tag nicht viel vorgenommen. Einzig allein die Vulkanwanderung wäre interessant gewesen, doch drei Stunden im Bus sitzen und knapp 90 € für die Wanderung zu bezahlen, war nicht in unserem Sinne. Daher entschieden wir uns, die über 200 Jahre alte Festung Fort Charlotte zu besichtigen.

Es ging also an Land, um die Hafenstadt Kingstown und St. Vincent zu erkunden. Unser erster Eindruck war allerdings nicht der Beste. Auf den Straßen war es sehr hektisch, laut und voll. Auf Grenada war es zwar ähnlich wuselig, jedoch konnte man dort eine positivere Stimmung wahrnehmen. Hier wirkte alles doch eher düster.

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Auf dem Weg zum Fort Charlotte änderte sich unser Bild allerdings schon wieder. Die Menschen erkundigten sich, ob wir Hilfe bräuchten, zeigten uns den Weg und luden uns sogar dazu ein, dass wir uns zu ihnen setzen sollten.

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Oben auf der 200 Meter hohen Klippe angekommen, waren wir überrascht, dass man ausnahmsweise mal keinen Eintritt zahlen musste. Das Fort Charlotte wurde 1806 fertig gestellt und war die Hauptverteidigungsanlage der Insel. Die Briten benannten es nach Queen Charlotte, der Frau von König George III von England. Viele der Kanonen waren auf das Inland ausgerichtet, um Kariben und Franzosen in Schach zu halten. Heute bietet das Fort selbst jedenfalls nicht mehr allzu viel, aber die Aussicht auf Kingstown, die restliche Insel und die Grenadinen ist die Wanderung auf jeden Fall wert gewesen.

Ob sich hier noch die eine oder andere Kanonenkugel versteckt?

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Blick auf das Fort (jaaa, das war diese öminöse „Wanderung“ von der wir eben sprachen):

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Der einzigartige Ausblick vom Fort:

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Blick auf die Grenadinen und gaaaaanz hinten rechts sogar Grenada :

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Als dann busseweise die Aidatouris angekarrt wurden (Ausflugspreis: 47,95 €) machten wir uns für den Abstieg bereit. Nach dem anstrengenden Fußmarsch (ein Teil der Gruppe hatte eeetwas größere Probleme sich fortzubewegen *hust*),  wollten wir uns irgendwo die verdiente Bierpause gönnen. Glücklicherweise sprang uns doch gleich diese farbenprächtige Hütte am Ende des Abstiegs ins Blickfeld:

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Dort kauften wir uns zwei Flaschen Hairoun, das lokale Bier der St. Vincent Brewery, die ursprünglich von einem deutschen Braukonzern gegründet wurde. Auch wenn wir bei der Umrechnung in Dollar über den Tisch gezogen wurden, war dies angesichts der Armut und der hohen Arbeitslosigkeit auf der Insel nicht weiter schlimm. Man hatte uns ja gefragt, ob der Kurs okay sei… Nachdem wir uns nach draußen setzten, um den schönen Ausblick auf die Stadt zu genießen, vergingen nur Sekunden bis uns ein kleiner Mann mit großen Augen anschaute. Viel sagen wollte er jedoch noch nicht. Als sich aber auch noch ein Mädchen dazu gesellte, setzten sich die beiden kurzerhand einfach neben uns, während wir unser obligatorisches Beerselfie machten.

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Da wir mal wieder die absoluten Exoten vor Ort waren, wurden wir schnell zur Attraktion und immer mehr Kinder setzten sich zu uns…

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Als Jorina dann auch noch anfing zur Reggaemusik, die aus der Hütte schallte, zu tanzen, brachen alle Dämme und die Kids freuten sich mit uns und lachten bei jeder weiteren Bewegung. Einfach ein herrliches Gefühl!

Danach ging es weiter durch die City, wo wir auf ein paar Grabräuber stießen:

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Vom Friedhof aus ging es zum Botanischen Garten (2 € Eintritt) – der älteste seiner Art auf der gesamten westlichen Hemisphäre (1765). Damals, als St. Vincent noch eine britische Kolonie war, wurden hierhin Pflanzen aus aller Welt gebracht. Dazu aber später mehr… Man bot uns am Eingang für ein paar Dollar mehr noch einen Guide an, den wir aber dankend ablehnten. Die Schönheit des Gartens konnten wir auch so ganz gut wahrnehmen.

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Ein kleiner Teil des Gartens war eine winzige Tierstation. In den Gehegen befanden sich u.a. auch ein paar der vom Aussterben bedrohten St. Vincent Papageien. Da die Gitterstäbe jedoch so engmaschig waren, war es unmöglich auf einen dieser schönen Vögel zu fokussieren. Ebenso versteckten sich die Schildkröten mit den roten Beinen vor uns. Schade.

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Wieder einmal war es Captain Bligh (der sagenumwobene Kapitän der Bounty), der das Leben der Karibik nachhaltig prägte und 1793 den Brotfruchtbaum nach St. Vincent brachte. Die Ableger des Baums werden heute noch im Botanischen Garten gehegt und gepflegt. Außerdem gilt die Frucht als eine der Hauptnahrungsquellen der Insel.

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Auf dem Weg durch Kingstown sah man so allerlei verrücktes Zeug:

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Die „St. Mary’s Cathedral“ ist wirklich einen Besuch wert und man sollte sich auch die Zeit nehmen, mal hinein zu gehen. Die Optik, sowohl von innen als auch von außen, offenbart deutlich den britischen Einfluss; man könnte sich genauso gut in den Highlands befinden. Erste Teile der Kirche, bei der immer wieder um- und angebaut wurde, stammen von 1823.

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Bei so einer tollen Kirche, ließen wir es uns natürlich nicht nehmen, etwas zum Erhalt zuzusteuern.

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Gleich gegenüber – in fast strahlendem weiß – befindet sich die anglikanische „St. George’s Cathedral“. Ein stilistisch ganz anderer Bau, der um 1820 erstellt wurde. Die Kirche soll über ein suuuuper aufwändig gestaltetes Fenster verfügen, dass seinerzeit für die englische Königen angefertigt wurde, ihr aber letzten Endes doch nicht gefiel und deswegen hierher verschifft wurde. So zumindest die AIDA-Info… und was das heißt, haben wir ja am Beispiel von Antigua erklärt. Von außen konnte man jedenfalls nicht allzu viel erkennen, da das einzig größere Fenster von Gittern verdeckt wird.

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Das House of Assembly:

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Nachdem wir dann noch über den leicht enttäuschenden Markt gingen, setzten wir uns noch ein wenig vor die Hafenarkaden, bevor es wieder hieß: „Alle Mann an Bord!“.

Die schönen Bilder haben wir übrigens mit meiner feinen Digitalkamera gemacht.

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Letztes Abendessen mit unserer tollen Truppe:

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An unserem letzten Abend lief auch noch mal unser Reisefilm. Davon, dass wir am ersten Tag direkt zweimal interviewt wurden, haben wir ja schon berichtet; hier mal das Video zum ersten und ein Bild zum zweiten Interview.

Kaum an Deck wurden wir nach unseren Erwartungen an die Reise gefragt…

und am Abend dann ein Wiedersehen mit dem Kameramann beim Sektempfang:

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Jorinas Flaggensammlung vor Barbados:

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Letzter Tag am Browns Beach at Carlyle Bay in Barbados (wer mit Schildkröten schwimmen will, kann sich hier am Strand ansprechen lassen – es gibt kleine Ausflüge):

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Piratenspaß auf dem Rückweg zum Schiff:

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Am Flughafen gönnten wir uns von unseren letzten Dollars (Dank an Barbara für den letzten fehlenden Dollar) noch Rum und Bier aus Barbados. Den Flughafen auf Barbados darf man sich übrigens nicht wie einen konventionellen Flughafen vorstellen. Alles ist quasi offen und an sowas wie Fluggastbrücken braucht man gar nicht erst denken:

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Eine süße Erinnerung zum Abschluss:

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„Ein weißes Boot im Sonnenglanz, und du schenkst mir den Blütenkranz.
Ich folgte dir ins Paradies, ein Märchenland, das Barbados hieß.
Die rote Sonne von Barbados – für dich und mich scheint sie immer noch.“ (Die Flippers)

Bis zum nächsten Mal, wenn ihr hoffentlich wieder dabei seid. Es war uns ein Vergnügen von diesen tollen Orten aus der Karibik zu berichten!

Cheers & Cheese
Jorina & Timo

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